Sextalk
Liebe und Partnerschaft
Gehören Liebe und Eifersucht immer zusammen?
Das lässt sich nicht verallgemeinern, weil jeder Mensch individuell denkt und fühlt und Eifersucht sehr subjektiv wahrgenommen wird. Sie entsteht häufig dann, wenn man sich seinem Partner gedanklich und emotional so stark verbunden fühlt, dass man einen "Verlust" als beängstigend empfindet. Für manche Menschen ist allein schon der Gedanke, dass der Partner einen anderen Menschen anziehend und sympathisch findet, ein Grund eifersüchtig zu sein. Andere Menschen kennen Eifersuchtsgefühle gar nicht.
Speziell der Aspekt sich "selbst wertvoll zu fühlen" spielt eine wesentliche Rolle beim Thema Eifersucht. "Liebt er mich noch? bin ich ihm vielleicht weniger Wert?" sind vielfach Fragen, die sich im eigenen Kopf abspielen und nicht unbedingt der Beziehungsrealität entsprechen müssen. Wenn ich mich selber wertschätzen kann und ich der Liebe meines Partners gewiss bin, fällt es sicher leichter, ihm und der Beziehung Vertrauen entgegenzubringen. Es kann hilfreich sein sich über Eifersuchtsgefühle auszutauschen und einen, für beide Partner guten Umgangsweg zu finden.
Ist es wichtig, dass die Eltern meine(n) Freund/Freundin gut finden?
Erst einmal ist es von größerer Bedeutung, welche Gefühle ihr beide für einander empfindet. Wenn sie sehen, dass ihr beide respekt- und verantwortungsvoll miteinander umgeht, werden sie sich sicherlich wohlwollend verhalten. Speziell im Jugendalter, in der Phase der Pubertät, kann es aber häufiger vorkommen, dass Eltern und ihre Kinder nicht die gleichen Vorstellungen von Liebe, Sexualität und Partnerschaft haben. Falls die Eltern deine(n) neue(n) Partner(in) nicht akzeptieren, sollten sie jedoch deine Meinung respektieren. Im umgekehrten Fall gilt das übrigens genauso. Solange ihr noch minderjährig seid, haben die Eltern eine große Verantwortungs- und Sorgepflicht euch gegenüber, was nicht vergessen werden darf. Wenn sie diese in einem angemessenen Rahmen wahrnehmen, geht das in Ordnung, solange das Verantwortungsgefühl nicht in totale Kontrolle und Verbote umschlägt.
Sollte man in einer Partnerschaft alles gemeinsam entscheiden?
Eine Partnerschaft hat unglaublich viele Aspekte und Facetten, die hier nicht alle angesprochen werden können. Grundsätzlich geht es in den verschiedenen Situationszusammenhängen um die Balance zwischen individuellen Bedürfnissen und Gemeinsamkeiten, die beide in einer Partnerschaft existieren sollten. Wenn man sich für eine Partnerschaft entscheidet, gibt man sein frei gestaltbares Leben als Single auf und muss stattdessen in der Lage sein, Kompromisse einzugehen. Genauso gehört ein Verständnis für die eigenen Grenzen und die Grenzen des Partners dazu.
Für den Bereich der Sexualität sollte in jedem Fall gelten, dass keine Entscheidung und Handlung ohne das Einverständnis des Partners getroffen wird. Die sinnlich und lustvoll gelebte, gemeinsame Sexualität basiert auf Gleichberechtigung und sexueller Selbstbestimmung. Das schließt die Wahl der sexuellen Praktiken, der Verhütungsmethode und den Wunsch nach eigenen Kindern ein.
Ich habe Angst, dass meine Clique meine(n) neue(n) Freund/Freundin..
nicht akzeptiert.
Die Sorge ist verständlich, weil für beide Seiten eine neue Situation eintritt. Zeige deinen Freunden, dass es dir mit deiner neuen Beziehung ernst ist. Auch für deine(n) Partner(in) ist es wichtig zu wissen, dass du selbstbewusst für eure Liebe eintrittst, denn er/sie wird noch viel unsicherer sein, weil er/sie möglicherweise niemanden kennt. Deine Freunde werden auch nervös sein, weil sie dich nun mit deinem neue(n) Partner(in) teilen müssen und du vielleicht nicht mehr so viel Zeit mit ihnen verbringen wirst. Lasst euch mit dem Kennen Lernen Zeit und erwartet am Anfang nicht zu viel, sonst kann es schnell zu Überforderungssituationen kommen. Wenn dir und deiner Clique der Erhalt der Freundschaft wichtig ist, werdet ihr eine gemeinsame Lösung finden.
Kann man ein Leben lang mit einem einzigen Partner zusammen sein?
Ein allgemeingültiges Rezept für eine lebenslange Partnerschaft gibt es nicht. Die Vorstellung der Mensch sei ausschließlich monogam veranlagt wird in vielen Disziplinen erforscht, diskutiert oder gelehrt, wie z.B. der Biologie, der Psychologie oder der Religion. Liebe, Verantwortung, Treue, erfüllte Sexualität, gemeinsame Interessen, die Vorstellung von einem gemeinsamen Lebensentwurf, eigene Kinder, die Bewältigung von Krisen und andere Aspekte können dazu beitragen, dass ein Leben mit einem einzigen Partner gelingt.
Sollte es aber so sein, dass man trotz aller Bemühungen feststellt, dass man nicht/nicht mehr zueinander passt und die Gemeinsamkeiten verloren gegangen sind, kann eine Trennung für beide Partner der richtige Schritt sein. Auch wenn dies nicht leicht zu verarbeiten ist.
Dürfen sich Cousin und Cousine lieben?
Ja. Rechtlich betrachtet ist eine Liebesbeziehung zwischen Cousin und Cousine nicht verboten. Von dieser Seite gibt es also keine Gründe, die gegen diese Liebe sprechen. In den Köpfen der Menschen existiert kulturübergreifend aber immer noch das so genannte Inzesttabu als soziale Regel. Hiermit sind sexuelle Liebesbeziehungen innerhalb der eigenen Familie gemeint, z.B. zwischen Geschwistern oder einem Elternteil mit einem Kind. In Deutschland hat das Inzesttabu als Eheverbot Rechtsbindung. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass die mögliche Weitergabe von Erbkrankheiten verringert wird. Als Ursache für das Inzesttabu in seiner weit verbreiteten Form reicht das alleinige Argument aber nicht aus. Für eine Beziehung zwischen Cousin und Cousine muss die Wirkung und der Umgang mit dieser Beziehung im verwandtschaftlichen und öffentlichen Umfeld berücksichtigt werden.
Ich fühle mich zu beiden Geschlechtern hingezogen. Bin ich bisexuell?
Im Jugendalter ist es normal, dass man sich für Jungen und Mädchen interessiert und Gefühle für beide Geschlechter haben kann. Der Mensch befindet sich in dieser Entwicklungsphase in der sexuellen Orientierung und das Gefühlsleben und auch die Gefühlsschwankungen sind besonders stark ausgeprägt. Insofern kann es vorkommen, dass man mit beiden Geschlechtern sexuelle Phantasien entwickelt, vielleicht auch zärtliche Kontakte austauscht und erste sexuelle Erfahrungen sammelt.
Wenn sich mit zunehmenden Alter und sexueller Erfahrung die Gedanken und Gefühle weiter um beide Geschlechter drehen und man auch mit beiden Geschlechtern sexuelle Wünsche und Bedürfnisse befriedigt, kann man von Bisexualität sprechen. Fühlt man sich hingegen von einem Geschlecht irgendwann nicht mehr seelisch und körperlich angezogen, steht dies dann für eine hetero- oder homosexuelle Orientierung. Es gibt aber keine festgeschriebenen Werte oder Verhaltensweisen, an denen sich die individuelle sexuelle Orientierung bestimmen und für den Rest des Lebens festschreiben lässt.
Sexualität
Was ist in der Sexualität erlaubt?
Grundsätzlich ist alles erlaubt, was einem selbst oder gleichberechtigten Partnern Spaß und Wohlbefinden bereitet. Findet selbst heraus, was euch gut tut und macht nur das, was ihr wirklich wollt, d.h. achtet auf eure eigenen Grenzen und respektiert die persönlichen Grenzen eures Partners.
Welche Bedeutung hat Sexualität für mein Leben?
Eine lustvoll und sinnlich erlebte Sexualität und Körperwahrnehmung trägt zu einer positiven und gesunden Entwicklung der gesamten Persönlichkeit bei. Sie festigt die eigene geschlechtliche Identität und fördert das Selbstwertgefühl. Wenn ich meine eigenen sexuellen Bedürfnisse und Wünsche integrieren kann, bin ich in der Lage auch diese in einer Partnerschaft zu benennen und Sexualität gemeinsam leben und erleben zu können.
Ich bin 16 Jahre alt und hatte noch keinen Geschlechtsverkehr.
Du bist eine(r) von vielen Jugendlichen, die mit 16 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr hatten und das ist völlig in Ordnung. Die Entscheidung über den Zeitpunkt für das 1. Mal triffst nur du allein. Lass dich nicht durch fremde Meinungsäußerungen aus dem sozialen Umfeld oder den Medien verunsichern. Mach dir bewusst, dass man das 1. Mal nur einmal erleben kann und dies dann auch mit einem Menschen tun möchte, für den man starke Gefühle empfindet.
Darf man während der Regel Sex haben?
Ja, es spricht nichts dagegen, warum man keinen Sex während der Regel haben sollte. Es kann sogar für manche Frauen eine entspannende Wirkung haben, wenn sie unter stärkeren Schmerzen bei der Regelblutung leiden. Es muss trotzdem immer auf eine sichere Verhütung geachtet werden. Falls der Eisprung früh nach der Menstruation erfolgt ist eine Befruchtung möglich, da Spermien mehrere Tage in der Gebärmutter überleben können (s. auch Körperfrage „Überlebensdauer Spermien“). Erfolgt die Verhütung mit der Pille ist der Schwangerschaftsschutz auch während der Regelblutung (Pillenpause) gesichert.
Ist es normal, dass man nicht immer Lust auf Sex hat?
Der Mensch ist keine Maschine und Sexualität kein mechanischer Vorgang, der jeden Tag zur gleichen Zeit abrufbar ist. Wie andere emotionale Vorgänge im Körper auch, lässt sich sexuelle Lust und körperliche Befriedigung nicht steuern. Es kann viele Gründe geben, warum man selbst oder mit seinem Partner manchmal wenig Lust empfindet, sinnliche Berührungen und körperliche Nähe zu erleben. Eine volle Arbeitswoche, Stress mit Kollegen oder Freunden, Müdigkeit oder einfach allgemeines Unwohlsein sind nur einige Beispiele dafür.
Um wieder Lust auf Sex zu bekommen, braucht es einen freien und entspannten Kopf, damit sich erotische Gedanken und Phantasien entwickeln können und man in eine lustvolle Stimmung kommt. Raus aus dem Alltagstrott und mal ins Kino oder mit Freunden in die Disco. Vielleicht auch ein romantisches Essen zu zweit oder das bewusste Absagen aller Termine, die gerade anstehen. Dann kann es plötzlich ganz spontan passieren oder in dem man sich einen Freiraum bewusst eingerichtet hat. Fazit: Es gibt keinen Königsweg, aber viele kreative Möglichkeiten. Und lustlose Tage gehören genauso dazu!
Ich habe gehört, dass Geschlechtsverkehr weh tut. Stimmt das?
Es gibt mehrere Gründe dafür, dass Geschlechtsverkehr als schmerzhaft empfunden werden kann. Den wenigsten davon liegen medizinische Ursachen zu Grunde. Viel Jugendliche haben am Beginn ihrer sexuellen Aktivitäten eher mit einem „Kopfproblem“ zu kämpfen. „Damit du Sex richtig genießen kannst, ist es wichtig, dass du auch mit jemandem schlafen willst.“
Wenn man sich eigentlich noch nicht bereit dazu fühlt, kann dies bei den Mädchen zu Verspannungen führen, die Schmerzen auslösen können. Wird nicht genug Scheidensekret gebildet bleibt die Scheide trocken, was sowohl für das Mädchen wie auch den Jungen zu einer schmerzhaften Reibung führen kann und das Eindringen des Penis erschwert. „Lasst euch nicht überreden. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht.“ Vielleicht ist es gut, erst einmal beim Petting gegenseitig die Körper zu erkunden, ohne dass ein Geschlechtsverkehr folgt. Dies kann hilfreich sein, um Vertrauen zueinander zu gewinnen.
Woher stammen eigentlich die Begriffe schwul und lesbisch?
Frauen, die Frauen begehren, nennt man homosexuell oder lesbisch. Der Ursprung des Wortes stammt aus der griechischen Antike, dem 6. Jahrhundert v. Chr. Die griechische Dichterin Sappho besang in Gedichten die gleichgeschlechtliche Liebe von Frauen auf der Insel Lesbos. Männer, die Männer begehren nennt man homosexuell oder schwul. Das Wort schwul wurde im 18. Jhd. als Parallelbildung zum Wort kühl verwendet und abwertend gebraucht. Schwulität = Bedrängnis, peinliche Lage. Mittlerweile ist der Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen und wird sogar in gesetzgebenden Dokumenten verwendet.
Wie erkenne ich, ob ich schwul/lesbisch bin?
Grundsätzlich ist es erst einmal eine sehr schöne Sache, wenn sich für einen anderen Menschen starke Gefühle einstellen. Dabei ist es unerheblich, wem diese Gefühle nun gelten. Sollte es so sein, dass du dich in einem stärker werdenden Maße zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlst, lass dich nicht verunsichern. Wenn der Wunsch nach einer gleichgeschlechtlichen Beziehung und Sexualität wächst, solltest du deine Bedürfnisse ernst nehmen. Vertrau dir und deinen Gefühlen und scheu dich nicht davor, dies deinem Schwarm oder Partner zu zeigen. Leider glauben immer noch manche Menschen, Lesben und Schwule seien pervers oder krank und können geheilt werden! Weder Homosexualität noch Bisexualität lassen sich „heilen“, es ist keine Krankheit und auch nicht pervers.
Was heisst „Coming-Out“?
Menschen, die sich zu ihrer homosexuellen Orientierung (schwul/lesbisch) öffentlich bekennen, haben ihr „coming-out“. Ein bekannter Politiker, der diesen Weg gegangen ist, ist der aktuelle Oberbürgermeister von Berlin Klaus Wowereit.
Was ist ein Orgasmus?
Der sehr gefühlsintensive Höhepunkt der sexuellen Erregung, bei dem sich die aufgebaute Körperspannung in kurzen, krampfartigen Zuckungen abbaut und den jeder Mensch anders empfindet. Beim Jungen/Mann führt der Orgasmus meist zum Samenerguss. Einen Orgasmus kann man neben dem Geschlechtsverkehr auch beim Petting oder bei der Selbstbefriedigung bekommen.
Wofür braucht man Gleitmittel?
Grundsätzlich sind Gleitmittel nicht nötig! Denn im zärtlichen Umgang miteinander dient bei heterosexuellem Geschlechtsverkehr die Scheidenflüssigkeit als körpereigenes Gleitmittel und reicht bei entsprechender sexueller Erregung normalerweise völlig aus. Sollte sich nicht genug körpereigene Flüssigkeit bilden, kann man auf ein Gleitmittel zurückgreifen. Manche Kondome sind bereits mit einer Gleitmasse versehen, weil Latex alleine nicht so gut gleitet. Benutzt man Kondome und Gleitmittel, dann ist darauf zu achten, dass diese nicht fett-, öl- und wasserlöslich sind, da sonst das Latex porös und damit reißen kann.
Ist es immer anmachend, wenn ich mit der/dem Freundin/Freund..
einen Pornofilm anschaue?
Das kann man nicht allgemein beantworten. Möglicherweise ist die Betrachtung eines Pornofilms zusätzlich stimulierend und führt zu einer gesteigerten Erregung oder wird für eine Abwechslung im Sexualleben genutzt.
Wichtig ist, genau zu spüren und dann auch zu signalisieren, ob es mir und dem Partner damit auch gut geht. Es ist für die eigene Sexualentwicklung nicht hilfreich, sich an den Sexinteressen/-phantasien Anderer zu orientieren und vielleicht dabei seine persönlichen Grenzen zu überschreiten. „Tu nur das, was dir gut tut und was du selber auch möchtest“. Lass dich besonders beim Thema Pornografie nicht unter Druck setzen, auch nicht von deinem Partner.
Darf ich als Mädchen masturbieren?
Ja! Eine „Gebrauchsanweisung“ hierfür gibt es aber nicht. Viele Menschen nutzen die Selbstbefriedigung, um ihren eigenen Körper kennen zu lernen und ihre sexuellen Bedürfnisse unabhängig von anderen befriedigen zu können. Finde selbst heraus, was und welche Berührungen dir gut tun. In unserer heutigen Gesellschaft wird Selbstbefriedigung oder Masturbation nicht mehr unmoralisch bewertet und sie macht in keinem Fall krank oder unfruchtbar. Das sind alte Vorurteile.
Ich möchte nicht mit meinem Freund schlafen, aber er. Was soll ich tun?
Nimm deine Gefühle und Bedenken ernst. Suche ein Gespräch mit deinem Freund und teile ihm mit, dass du nicht bereit bist für diesen sehr intimen Körperkontakt. Das kann für ihn vielleicht im ersten Moment enttäuschend sein. Wenn er dich als Mensch und Partner achtet und liebt, wird er Verständnis zeigen. Lass dich nicht unter Druck setzen, auch nicht von deinem Freund. Nur wenn ihr beide wirklich Lust habt, lässt sich das Miteinander Schlafen genießen und als etwas sehr Schönes erleben.
Hängt das „Können“ von Jungs beim Sex von der Penisgröße ab?
Überhaupt nicht. Es ist genau genommen völlig egal, wie groß der Penis im schlaffen oder erigierten Zustand ist, denn die Scheide der Frau ist sehr anpassungsfähig und weich. Dadurch kann sie sich jedem Penis, ob krumm oder gerade, dicker oder dünner, länger oder kürzer anpassen. Der Scheideneingang und die Klitoris werden bei sexueller Erregung stark durchblutet, deshalb empfinden Frauen Streicheln und Liebkosungen dort als besonders schön. Um ein guter Liebhaber zu sein, spielt die Form des Penis keine Rolle. Viel wesentlicher ist es, ob Mann/Frau etwas für den Anderen empfindet und ob der Mann ein Gefühl dafür bekommt, was seiner Partnerin gefällt. Denn wenn die Gefühle die Führung übernehmen, werden Form und Aussehen der Geschlechtsorgane nebensächlich und die Lust und Freude am leichten und unverkrampften Sex steigt.
Wie zeigt sich bei Frauen und Männern sexuelle Erregung?
Die Geschlechtsorgane der Frauen und Männer sind stärker durchblutet. Der Penis wird hart und richtet sich auf. Die äußeren Schamlippen der Frau sowie die Klitoris/der Kitzler schwellen an. Die Brustwarzen werden hart und die Atmung wird schneller. Die Berührungsempfindlichkeit am ganzen Körper nimmt zu. Es können sich Hautrötungen bilden, die als „Sex – Flash“ bezeichnet werden und weggehen sobald die Erregung abnimmt.
Muss man den Orgasmus immer gemeinsam erleben?
Viele Paare wünschen sich den gemeinsamen Orgasmus als oberste „Erfüllung“ ihres Liebesspiels und das ist auch verständlich. Symbolisiert es doch die Verschmelzung von körperlicher und geistiger Nähe und allen damit verbundenen Gefühlen in einem Moment. In der Realität existieren aber unzählige Versionen, in welcher Form Frau/Mann beim Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommen können. Häufiger ist es der Fall, dass einer der Partner vor dem anderen den Höhepunkt erlebt, was aber nicht bedeuten muss, dass damit der Liebesakt beendet ist. Gerade im Jugendalter kommt es bei Jungen häufig vor, dass sie schnell zum Orgasmus kommen und Mädchen mehr Zeit benötigen. Mit zunehmender Erfahrung, ein wenig Übung und Kenntnis über die eigenen Bedürfnisse lässt sich der Zeitpunkt besser kontrollieren und die Erregungsphase verlängern. Das Vertrauen in den Partner und die Offenheit sich darüber auszutauschen, was ihr oder ihm und einem selbst gefällt, mehr oder weniger erregt gehört dazu.
Ist Sex in der Schwangerschaft o.k.?
Solange keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, gibt es für das sexuelle Miteinander keine Einschränkungen. Es tritt häufig eher der umgekehrte Fall ein, dass in bestimmten Phasen der Schwangerschaft das sexuelle Lustempfinden sehr stark ist.
Darf ich auch Oral- oder Analverkehr ausprobieren?
Alle Formen und Praktiken in der Sexualität sind erlaubt, wenn beide Partner es wollen und die persönliche Selbstbestimmung gewahrt ist. Für einige der Praktiken ist es erforderlich, sich vor ungewollten Schwangerschaften oder sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen.
Wie lässt sich Sadismus und Masochismus beschreiben?
Der Begriff Sadismus geht auf den Franzosen Francois Marquis de Sade zurück, der in seinen literarischen Veröffentlichungen pornografische Inhalte mit Gewaltfantasien mischte. Als Sadisten bezeichnet man einen Menschen, der (sexuelle) Lust oder Befriedigung nur dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. Das Ausüben von Gewalt und Macht spielt hier eine wesentliche Rolle. Das Gegenstück bildet der Masochismus. Hier empfindet der Mensch (sexuelle) Lust und Befriedigung, wenn er schmerzhafte Handlungen am eigenen Körper durchlebt oder gedemütigt wird. Außerdem kann es in unterschiedlichsten masochistischen Beziehungsverhältnissen zu Unterwerfungsverhalten kommen, welches für den masochistischen Menschen auch (sexuelle) Lust und Befriedigung bedeutet.
Die Ursachen für beide Verhaltensweisen liegen in der Persönlichkeitsstruktur des einzelnen Menschen. Es gibt Abstufungen im Ausleben sadistischer und masochistischer Verhaltensweisen, die bis zu krankhaften und gewalttätigen Handlungen reichen können und im Falle massiver, sadistischer Gewaltanwendungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Eine krankhafte Ausprägung in beiden Verhaltensweisen kann mit Hilfe einer Psychotherapie behandelt werden, die aber langwierig und schwierig verläuft.
Was ist Sadomasochismus bei sexuellen Praktiken?
Sadomasochismus wird auch als SM abgekürzt und ist der Oberbegriff für eine Orientierung von Menschen mit masochistischer oder sadistischer Sexualität. Sadismus und Masochismus kann bei Frauen und Männern jeder sexuellen Orientierung vorkommen und ist keine verbotene Sexualpraktik. Voraussetzung zwischen Menschen, die SM praktizieren, sind die ganz klar verabredeten Regeln und Grenzen. Seelische und körperliche Unterwerfung und das Erniedrigen sowie Erleiden von Schmerzen stehen für Masochismus. Sadistische Machtausübung kann sich z.B. in Befehlen, Schlägen und Fesselungen äußern. Oder sadistische Handlungen stellen das Vorspiel für den Geschlechtsverkehr dar oder der Geschlechtsverkehr selbst wird in einer Weise praktiziert, die den Partner herabwürdigt, demütigt oder ihm Schmerzen bereitet. Diese Ausformungen können für Menschen eine Steigerung des Lustgewinns beim Sex bedeuten.
Es gibt aber auch Zweifel daran, ob diese Sexualpraktik wirklich mit der Achtung der Partner voreinander und mit Rücksicht, Sensibilität und Partnerschaftlichkeit in Einklang steht.
Denken Jungs öfter an Sex als Mädchen dies tun?
Eine allgemeingültige Antwort ist hier schwer zu formulieren. Deshalb nur zwei mögliche Erklärungsansätze. Im Jugendalter haben Jungen sicherlich ein großes Interesse an sexuellen Erfahrungen. Der Wunsch nach Sex ist auch ein wesentlicher Antrieb für das aufkommende Interesse an einer Beziehung mit dem anderen Geschlecht. Was unter Jungen nicht selten offen erzählt wird. Allerdings neigen Jungen auch zu Übertreibungen, um sich über die vermeintlich sexuellen Erfolge Annerkennung in der Gruppe zu holen. Sexuelle Kompetenz wird oft noch als Ausdruck von Männlichkeit gesehen. Es spricht vieles dafür, dass Mädchen in der Pubertät die Charakter- und Persönlichkeits-eigenschaften der Jungen in den Vordergrund stellen und Beziehungswünsche romantischer klingen. Weil Mädchen ihre sexuellen Wünsche und Träume vielleicht nicht so stark in der Öffentlichkeit präsentieren, darf man aber nicht daraus schließen, dass diese weniger oft vorkommen oder weniger wichtig sind. Wie schon gesagt, hier gibt es sicherlich ganz individuelle Einstellungen und Ausprägungen, und das ist auch wichtig.
Körper
Mädchen: Was passiert beim/bei der Gynäkologen(in)?
Bei jungen Mädchen wird der erste Besuch zu einem ausführlichen Beratungsgespräch genutzt, um sich über den Grund des Besuches zu informieren. Im Anschluss können Fragen zur Regelblutung, Kenntnis und Verwendung von Verhütungsmitteln, Kinderkrankheiten, Impfungen oder aktuelle Beschwerden folgen, auf die man sich vorbereiten kann. Das Gespräch bietet die Gelegenheit, auch ausführlich eigene Fragen zu klären. Beim 2. Termin findet die eigentliche Untersuchung statt. Mit einem Spekulum kann der/die Arzt/Ärztin die Scheide, Schamlippen, Gebärmutterhals und Muttermund untersuchen und einen ersten Abstrich der Scheidensekrete vornehmen, um evtl. Entzündungen auszuschließen. Dies ist nicht schmerzhaft, wenn man sich entspannen kann. Ruhiges Ein- und Ausatmen vor der Untersuchung hilft dabei. Bei der Tastuntersuchung wird die Gebärmutter auf Größe, Lage und Festigkeit/Beweglichkeit untersucht. Die Brustuntersuchung ist ein Teil der allgemeinen Krebsvorsorge und gehört zum Untersuchungsumfang dazu.
Mädchen: Welche Funktion haben die Schamhaare?
Sie dienen hauptsächlich dem Schutz vor Krankheitserregern und Fremdkörpern sowie vor Wärme und Kälte. Dem Festhalten der Verdunstung der Duftdrüsen-Sekrete im Scham- und Lendenbereich kommt in der heutigen Zeit keine wirkliche Bedeutung mehr zu. Mittlerweile ist überwiegend in der jüngeren Generation ein Trend zur Intimrasur festzustellen, was für ein neues ästhetisches Körperempfinden und Schönheitsbild spricht.
Mädchen: Wo liegt der Venushügel?
Der Venushügel liegt bei den Frauen oberhalb der Scheide unter den Schamhaaren. Der Körper wölbt sich an dieser Stelle leicht nach oben. Unter der Haut sitzt fettreiches Gewebe, welches das Schambein vor Stößen von außen schützt. Der Venushügel wird auch Schamhügel genannt.
Mädchen: Sehen die Schamlippen bei jedem Mädchen gleich aus?
Nein. Sie sind immer unterschiedlich ausgeprägt, und das ist ganz normal.
Mädchen: Können Tampons das Jungfernhäutchen verletzen?
Im Prinzip nicht. Das Jungfernhäutchen ist ein sehr dehnbares Hautläppchen, was den Scheideneingang mond- bzw. sichelförmig umschließt, aber nicht verschließt. Dadurch kann das Menstruationsblut abfließen und auch ein Tampon problemlos eingeführt werden. So unterschiedlich das Jungfernhäutchen (Hymen) bei jedem Mädchen beschaffen ist, ist auch die Dehn- und Reißfestigkeit ausgeprägt.
Mädchen: Wenn ich meine Tage habe, bekomme ich immer..
Schmerzen und könnte mich „verkriechen“. Geht das allen Frauen so?
Viele Frauen haben mit Schmerzen in unterschiedlicher Stärke während der Regelblutung zu tun. Ursache hierfür ist der kurz vor der Menstruation einsetzende Hormonabfall und das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur. Kopfschmerzen, Verspannungen, Übelkeit bis zum Erbrechen oder Durchfall können Begleiterscheinungen sein. Bei besonders stark auftretenden Regelschmerzen sollten organische Ursachen durch einen Gynäkologen ausgeschlossen werden, wie z.B. Endometriose, Myome oder Zysten. Schmerz- oder hormonelle Verhütungsmittel können die Symptome lindern. Entspannend können ein warmes Entspannungsbad, autogenes Training, Meditation oder pflanzliche Präparate wirken. Für eine verstärkte Durchblutung des Beckens sorgen sportliche Aktivitäten, Gymnastik oder Yoga und helfen dadurch vorbeugend.
Mädchen: Ich habe gelblich, weißlichen Ausfluss. Heißt das ich bin krank?
Normaler Ausfluss ist geruchs- und farblos und dient der natürlichen Reinigung und Befeuchtung der Scheide. Wenn der Ausfluss aber anfängt, sehr seltsam zu riechen und sich die Farbe ändert, evtl. verbunden mit einem Brenn- und Juckreiz, ist dies ein Hinweis für eine mögliche Infektion im Scheidenbereich (vielleicht sogar mit einer sexuell übertragbaren Krankheit). Ein Besuch beim Frauenarzt/Frauenärztin kann dann erforderlich sein.
Jungen: In welchem Alter haben Jungen den ersten Samenerguss?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt mitunter von der körperlichen und seelischen Reife des Jungen ab. Die Mehrzahl der Jungen ist bei der ersten Ejakulation – Samenerguss zwischen 11 und 14 Jahren alt.
Jungen: Haben Jungs beim Samenerguss immer einen Orgasmus?
Ja! Unter normalen Umständen, d.h. ohne eine gesundheitliche Einschränkung, ist ohne Orgasmus kein Samenerguss möglich. Im umgekehrten Fall funktioniert dies aber sehr wohl.
Jungen: Wieso werden Jungen am Penis beschnitten?
Das kann nötig sein, wenn der Junge/Mann unter einer Vorhautverengung (Phimose) leidet, d.h. die Vorhaut kann nicht vollständig hinter die Eichel zurückgezogen werden und dies ist mit starken Schmerzen verbunden. Es können durch die Vorhautverengung Verletzungen oder Entzündungen an der Eichel entstehen, so dass diese, je nach Schweregrad der Phimose, bis zur Kranzfurche operativ entfernt wird. Fast alle Operationen werden ambulant durchgeführt. Neben religiösen Gründen für eine Beschneidung, wie es im Islam oder dem Judentum die Regel ist, gehören z.B. in den USA Beschneidungen aus hygienischen Gründen für die meisten Jungen im frühen Alter zur Gesundheitsvorsorge. Das Risiko bakterieller Infektionen ist durch eine Beschneidung verringert.
Jungen: Was passiert beim Orgasmus?
Ist die Erregung bis zu einer Hochebene gekommen, an dem es kein zurück mehr gibt, gelangt der Körper in die Orgasmusphase, in der sich die aufgestaute Muskelspannung auf einen Schlag löst. Bei den Frauen löst sich die Körperspannung in mehreren krampfartigen Schüben. Insbesondere der vordere und engere Teil der Scheide zieht sich mehrmals zusammen. Ebenso die Gebärmutter und der Afterschließmuskel. Bei den Männern ziehen sich die Prostata, der Penis und die Harnröhre sowie die Samenleiter ruckartig zusammen und es kommt zum Samenerguss. Das häufige krampfen und lösen der Muskelanspannung wird auch als Wellenbewegung beschrieben, die sich im ganzen Körper ausbreitet und ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugt.
Jungen: Kann ein Penis zu lang für eine Scheide sein?
Ob ein Penis zu lang oder zu kurz ist spielt für den Geschlechtsverkehr eigentlich keine große Rolle. Denn die Geschlechtsorgane passen sich einander an. Die Scheide der Frau ist in der Länge und Breite sehr dehnbar, außerdem zieht sich im Erregungszustand die Gebärmutter etwas tiefer in die Bauchhöhle. Es kann aber durchaus vorkommen, dass bei bestimmten Stellungen der Penis besonders tief in die Scheide eindringt und den Muttermund berührt. Dies kann für die Frau unangenehm sein.
Jungen: Wenn ich mit meiner Freundin schlafe, komme ich immer..
so schnell. Das ist mir peinlich!
Viele Jungen haben beim ersten Geschlechtsverkehr einen frühen Samenerguss. Auch bei den folgenden Malen kann dies immer noch vorkommen. Oftmals tritt der vorzeitige Samenerguss schon kurz nach dem Einführen des Penis ein. Das ist überhaupt nichts Ungewöhnliches sondern normal. Die Erregung ist einfach sehr stark und durch die noch nicht so großen Erfahrungen schwerer zu beherrschen. Du wirst im Laufe der Zeit mehr Erfahrungen sammeln und dann ist es durchaus möglich, mit dem Wissen aus deinen Erfahrungen mehr Kontrolle über den eigenen Orgasmus zu gewinnen. Sprich doch auch einmal mit deiner Freundin. Vielleicht ist es für sie kein „Problem“ und ihr findet gemeinsam Wege den Sex länger zu genießen und den Orgasmus heraus zu zögern.
Jungen: Seitdem ich meinen ersten Samenerguss hatte, onaniere ich..
ziemlich oft. Ist das schädlich?
Solange du keine Schmerzen hast und auch sonst kein Unwohlsein empfindest ist häufiges Onanieren absolut in Ordnung. Gerade in der Pubertät, nach Eintritt der Geschlechtsreife sind Jungen leicht erregbar. Sie fühlen sich sehr potent und sind es streng genommen auch. Denn biologisch betrachtet steigt die Potenz sogar noch bis zum 25. Lebensjahr und nimmt dann ganz langsam bis zum Lebensende ab. Selbstbefriedigung gibt dir die Möglichkeit deinen Körper noch besser kennen zu lernen. Dabei sollte es aber immer eine schöne und entspannende Sache sein und nicht in Leistungsdruck ausarten. Übrigens hat häufiges Onanieren keine Auswirkung auf die Spermienproduktion. Solange medizinisch alles gesund ist, bleibt der Mann bis ins hohe Alter zeugungsfähig.
Jungen: Ich habe einen krummen Penis. Was kann ich tun?
Einen komplett geraden Penis haben wahrscheinlich die wenigsten Männer. Manche Penisse krümmen sich zu einer Seite oder neigen sich im erregierten Zustand etwas nach rechts oder links. Auch ein steiles Aufrichten des Penis bis fast zum Bauchnabel ist denkbar. Es gibt so viele verschiedene Krümmungen des Penis, wie es Männer gibt. Für den Geschlechtsverkehr spielt die „Ausrichtung“ des Penis überhaupt keine Rolle. Forscher haben nachgewiesen, dass sich der erregierte Penis beim Geschlechtsverkehr der Form der Vagina anpasst und sogar verbiegt. Sollten jedoch beim Geschlechtsverkehr Schmerzen am Penis auftauchen, die eventuell auf die Krümmung zurückzuführen sind, ist es besser einen Urologen um Rat zu fragen. Doch wie bereits gesagt: „Eine gewisse Krümmung ist ganz normal!“
Jungen: Sind Pickel am Penis gefährlich?
Da ich nicht weiß, welches Aussehen die Pickel haben und an welchen Stellen sie sich befinden hier zwei mögliche Formen. Die Penishaut ist stark mit Drüsen überzogen, die in und unter der Haut liegen. Es können kleine weiße oder gelbe Erhebungen, wie Körnchen in Stecknadelkopfgröße am Penisschaft oder auch der Eichel auftreten. Das wird durch die Penishaut begünstigt, die sehr dünn und fein ist. So werden die Drüsen sichtbar. Eine andere Erscheinungsform sind die so genannten Hornzipfel, die meist am oder unterhalb des Eichelrandes sitzen. Sie sind wenige Millimeter lang und können in Hautfarbe oder rötlicher Tönung vorkommen. Beide Pickelformen müssen nicht medizinisch behandelt werden und verschwinden in der Regel von selbst. Wenn sich Entzündungszeichen, wie Rötung, Schwellung oder Schmerz einstellen oder du feststellst, dass sich die Körnchen verhärten oder verfärben, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und sich behandeln zu lassen (Hautarzt oder Urologe). Vorbeugend auf eine ausreichende Körperhygiene achten und den Penis regelmäßig mit warmem Wasser waschen.
Fruchtbarkeit und Schwangerschaft
Kann ich von Petting schwanger werden?
Ja! Kommt es beim Petting zum Samenerguss, ist es möglich, dass einzelne Spermien in die Scheide gelangen können z.B. durch Samen an den Fingern.
Wo findet der Eisprung statt?
Ab der Pubertät mit Eintritt der Menarche/Monatsblutung reift in jedem Zyklus eine Eizelle heran. Hat sie ein bestimmtes Reifestadium erreicht, löst sie sich aus dem Eierstock heraus und gelangt in den Eileiter, der sich zu dieser Zeit mit einer fransigen Öffnung über den Eierstock stülpt. Dieser Vorgang wird Eisprung (Ovulation) genannt.
Bin ich mit 14 Jahren schon fruchtbar und kann Kinder bekommen?
Das hängt davon ab, ob du bereits geschlechtsreif bist. Jungen/Männer können vom 1. Samenerguss bis ins hohe Alter Kinder zeugen. Mädchen/Frauen sind von der ersten Monatsblutung/Menarche bis zur Menopause (letzte Monatsblutung) fruchtbar. In der Pubertät ist der Eintritt in die Geschlechtsreife von Mensch zu Mensch unterschiedlich, so dass einige mit 14 Jahren fruchtbar sind und andere noch nicht.
Was ist der Zyklus bei der Frau?
Das Wort Zyklus (dt. Kreislauf) bezeichnet die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung (Menstruation) und dem letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Der erste Blutungstag ist also der erste Zyklustag, der Tag vor der nächsten Blutung der letzte Zyklustag. Die Länge des Zyklus kann von Zyklus zu Zyklus oder auch von Frau zu Frau variieren. Normalerweise liegt er zwischen 25 und 32 Tagen.
In welchem Alter beginnt der Zyklus der Frau?
Das Einsetzen der ersten Regel/Menarche ist von Frau zu Frau unterschiedlich. In Deutschland hat die große Mehrheit der Mädchen zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr die erste Regelblutung.
Wann hat eine Frau die fruchtbaren Tage?
Den Monatszyklus kann man in zwei Phasen einteilen – in die Phase vom ersten Tag der Regel bis zum Eisprung und in die zweite Phase nach dem Eisprung bis zur nächsten Regel.
In der ersten Phase reift die Eizelle heran, in der zweiten Phase wird die Gebärmutter auf das Einnisten des befruchteten Eis vorbereitet. Der Eisprung findet ca. 14 Tage vor der nächsten Regelblutung statt. Während der Tage um den Eisprung herum ist die Frau fruchtbar und kann schwanger werden. Sobald sich die Eizelle im Eileiter befindet, kann sie etwa sechs bis 24 Stunden befruchtet werden. Samenzellen, die in die Gebärmutter gelangen, können aber 2 bis 5, zum Teil sogar 7 Tage überleben und sozusagen auf die Eizelle „warten“.
Wie stelle ich den Eisprung fest?
Mit den natürlichen Methoden der Familienplanung können die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage festgestellt werden. Dies erfordert eine gute Kenntnis des eigenen Körpers und eine starke Körperwahrnehmung der Frau. Angewendet werden die Messung der Aufwachtemperatur sowie die Beobachtung des Zervixschleims, der im Gebärmutterhals gebildet und am Scheideneingang zu fühlen und zu sehen ist. Die Aufwachtemperatur ist in der 1. Zyklushälfte niedriger. Nach dem Eisprung steigt sie um ca. 2/10 Grad Celsius an und bleibt bis zur nächsten Regelblutung auf einem höheren Niveau. Der Schleim verändert sich im Laufe des Zyklus. Ist der Scheideneingang zu Beginn des Zyklus noch trocken, wird er einige Tage vor dem Eisprung feucht und der Schleim kann gesehen und mit dem Finger gefühlt werden. Die Konsistenz wechselt von klebrig, zäh zu flüssig – fadenziehend und zum Zeitpunkt des Eisprungs wieder zu zäh und trüb.
Wie lange überleben Spermien nach dem Samenerguss..
innerhalb der Scheide?
Wie entstehen Mehrlingsgeburten?
Teilt sich bei einer Frau eine befruchtete Eizelle im Verlauf der Entwicklung in zwei Embryonalanlagen spricht man von eineiigen Zwillingen. Sie erhalten aus einer Eizelle das gleiche Erbgut und die gleichen Erbanlagen. Reifen in einem Zyklus 2 Eizellen gleichzeitig heran und werden von 2 Spermien befruchtet spricht man von zweieiigen Zwillingen.
Kann eine Befruchtung außerhalb der Scheide stattfinden?
Ja, man spricht dann von einer künstlichen Befruchtung durch die Reproduktionsmedizin. Die Befruchtung der Eizelle wird künstlich außerhalb der Gebärmutter vorgenommen. War die Befruchtung erfolgreich, wird die befruchtete Eizelle der zukünftigen Mutter in die Gebärmutter eingepflanzt. Die bekanntesten Verfahren sind aktuell die In Vitro Fertilisation sowie die intrauterine Insemination.
Schwangerschaftskonflikt und Schwangerschaftsabbruch
Ist der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland erlaubt?
Nein! Nach § 218 des Strafgesetzbuches (StGB) steht der Schwangerschaftsabbruch unter Strafe. Allerdings sieht der Gesetzgeber, dass Frauen durch eine ungewollte Schwangerschaft in eine Notlage geraten können. In diesen Fällen besteht für die Frauen die Möglichkeit, sich in einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle wie donum vitae beraten zu lassen. Eine straffreie Abtreibung ist dann mit einem Beratungsnachweis bis zur 12. Schwangerschafts-Woche möglich. In Fällen, wo eine Gefahr für das Leben oder die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren besteht, welche nur durch eine Abtreibung abgewendet werden kann (die so genannte medizinische Indikation), gibt es keine zeitliche Bindungsfrist.
Was genau ist die Abtreibungspille?
Der medikamentöse Abbruch wird mit dem Wirkstoff Mifepriston (Handelsname: Mifegyne) vorgenommen. Dieses Präparat ist nicht in Apotheken erhältlich, sondern wird den Frauen ausnahmslos in dafür berechtigten Einrichtungen verabreicht. Mifegyne wird nur unter streng ärztlicher Kontrolle an Mädchen/Frauen bis zur siebten Schwangerschaftswoche abgegeben, d.h. dass ein medikamentöser Abbruch nur bis zum 49. Tag nach dem Beginn (erster Tag) der letzten Periode möglich ist.
Dürfen Minderjährige ohne Einwilligung der Eltern..
eine Schwangerschaft abbrechen?
Hier muss noch einmal eindeutig zwischen minderjährigen Schwangeren unter 14 Jahren und der Altersgruppe von minderjährigen Schwangeren zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr unterschieden werden. Das Gesetzt sieht eine Einbindung der Bezugsperson, was in erster Linie die Eltern oder Sorgeberechtigten sind, in das Beratungsgespräch und die Entscheidungsfindung bei minderjährigen Mädchen unter 14 Jahren vor. Zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr kann der Frauenarzt die jungen Frauen selbst entscheiden lassen, ob ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird. In einigen Fällen kann der Entscheidungsprozess und die Urteilsfähigkeit der jungen Mädchen durch ein psychologisches Gutachten gestützt werden.
Das erste Mal
Was bedeutet der erste Geschlechtsverkehr für..
ein Mädchen, einen Jungen?
Das 1. Mal ist oft mit Spannung, hohen Erwartungen, aber auch mit Unsicherheit, Fragen und Ängsten verbunden, die für den einzelnen ganz unterschiedlich aussehen können. Die Erwartungen spielen eine ganz wesentliche Rolle dabei. Viele Jugendliche möchten das 1. Mal in ihrer Vorstellung zu einem ganz besonderen Ereignis gestalten. Das wird es auch immer sein, ob das erste Mal miteinander schlafen nun ein ganz schönes Erlebnis war oder nicht. Man kann sich an diesen Moment immer erinnern. Die Fragen, die sich im Vorfeld gestellt werden, umkreisen die persönliche Reife, „bin ich überhaupt schon so weit?“, den Druck von außen „muss ich schon, weil die anderen (vielleicht) schon alle haben?“, die eigene Erfahrung „stelle ich mich ungeschickt an?“. Wichtig ist vor allen Dingen, dass der Zeitpunkt für das "erste Mal" selbst bestimmt und genügend Zeit für die Entscheidung gelassen wird. Auch das Thema Verhütung muss gemeinsam mit dem/der Partner/Partnerin besprochen sein.
Tut es beim ersten Mal immer weh?
Als junger Mensch ist man gerade bei diesem Thema besonders offen und hellhörig für die Erfahrungen oder Erzählungen anderer, von denen wahrscheinlich nur die Hälfte stimmen. Die Angst vor der „Entjungferung“ kann eine Rolle spielen. Wenn Mädchen zum ersten Mal mit einem Jungen schlafen, wird das Jungfernhäutchen so stark gedehnt, dass es schließlich einreißt. Dies ist evtl. mit einem kurzen Schmerz verbunden. Es kann bluten, muss aber nicht. Vielleicht ist das Jungfernhäutchen auch unbemerkt schon vorher gerissen. Um der Angst keinen großen Raum zu geben, ist es viel bedeutsamer, gemeinsam für ein schönes Erleben des ersten Geschlechtsverkehrs zu sorgen. Eine große Vertrautheit mit dem Partner ist dabei sehr hilfreich. Das Gefühl, den richtigen Moment gefunden zu haben, wo aus dem Austausch von Zärtlichkeiten der gemeinsame Wunsch nach dem 1. Mal entsteht. Dann treten mit Sicherheit die vorher gespürten Angstmomente in den Hintergrund.
Kann ich beim 1. Mal auf Verhütung verzichten?
Ohne Verhütung ist eine Schwangerschaft jeder Zeit möglich. Also auch beim ersten Mal. Selbst wenn das Mädchen ihre erste Regelblutung noch nicht hatte, heißt dies nicht, dass nicht bereits eine Eizelle in den Eierstöcken gereift ist und kurz vor dem Eisprung steht.
Verhütung
Ist die „Pille danach“ ein Verhütungsmittel?
Die „Pille danach“ ist ein Notfallpräparat, wenn es beim Geschlechtsverkehr zu einer Panne gekommen ist, z.B. Abrutschen des Kondoms. Sie ist ein Medikament, welches einen hohen Hormonanteil enthält und von einem Arzt/Ärztin verschrieben werden muss. Die Einnahme sollte so früh wie möglich nach einem ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Verhütungspanne) erfolgen, spätestens aber nach 72 Stunden (3 Tagen). Die Wirksamkeit der „Pille danach“ lässt deutlich innerhalb der 72 Stunden nach. Die „Pille danach“ besteht aus zwei Hormontabletten, die sie zur Verhütung einer Schwangerschaft nach dem Geschlechtsverkehr einnehmen können. Beide Tabletten können gleichzeitig oder mit bis zu zwölf Stunden Abstand eingenommen werden. Die „Pille danach“ unterdrückt den Eisprung und verhindert damit die Befruchtung. Eine bestehende Schwangerschaft kann nicht abgebrochen werden. Sie ist also keine „Abtreibungspille“. S. Link „Pille danach“ auf unserer Website.
Welches Verhütungsmittel gilt als das sicherste zur Verhinderung..
einer Schwangerschaft?
Die Pille ist bei richtiger Anwendung ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Allerdings schützt sie nicht vor der Übertragung von sexuellen Krankheiten oder dem HI-Virus der die Immunschwäche Krankheit AIDS auslöst.
Ab welchem Alter können sich Mädchen ohne Wissen der Eltern..
die Pille verschreiben lassen?
Der/die zuständige Arzt/Ärztin kann theoretisch ab dem 14. Lebensjahr die Pille ohne Einverständnis der Eltern verschreiben. Er wird aber in einem Beratungsgespräch prüfen, ob das Mädchen die notwendige psychische Reife mitbringt, um verantwortlich mit den Themen Sexualität, Schwangerschaft und Verhütung umzugehen und die Bedeutung ihrer Entscheidung verstehen kann (z. B. Risiken und Nebenwirkungen). Ab dem 16. Lebensjahr müssen die Eltern nicht zustimmen. Bis zum 13. Lebensjahr ist eine Einverständniserklärung der Eltern oder des Sorgeberechtigten immer notwendig.
Welche Nebenwirkungen sind bei der Pille bekannt?
Es existieren auf dem Markt unterschiedliche Pillenpräparate mit einer jeweils unterschiedlichen Zusammensetzung und Dosierung von künstlichen Hormonen (Gestagene und Östrogene). Deshalb ist es wichtig, gemeinsam mit dem Arzt herauszufinden, welches Präparat für einen selbst die kleinstmöglichsten Nebenwirkungen erzeugt. Die Einnahme der Pille kann zu Übelkeit führen, gerade bei jungen Mädchen, die mit der Einnahme beginnen. Kopfschmerzen, Sehstörungen, Blutungsstörungen und Brustspannungen können auftreten.
Die Gewichtszu- oder Abnahme als einer der Hauptkritikpunkte ist relativ zu bewerten. Hier spielen zwei Mechanismen zusammen. Der Östrogenanteil des Präparats kann zu Wassereinlagerungen im Gewebe führen, was sich aber nur in mehreren hundert Gramm Gewichtszunahme niederschlägt. Das Gestagen kann den Appetit anregen, so dass auf eine gesunde Ernährung (wenig Fettanteile) Wert zulegen ist. Raucherinnen sind während der Pilleneinnahme einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt. Thromben sind kleine Blutgerinnsel in den Adern, meist Venen und können zu einem Verschluss führen (Krampfadern).
Kann ich auch mit Pille schwanger werden?
Die Möglichkeit einer Schwangerschaft trotz Einnahme der Pille ist dann gegeben, wenn zusätzlich bestimmte Medikamente (Antibiotika, Schmerz- oder Beruhigungsmittel) eingenommen oder Drogen konsumiert werden. Auch bei starken Magen- und Darmproblemen, die zu Durchfall und/oder Erbrechen führen, ist die Wirkung der Pille herabgesetzt oder ganz aufgehoben und ein sicherer Schutz vor einer Schwangerschaft ist nicht mehr gewährleistet. Eine zusätzliche Verhütung mit Kondom ist empfehlenswert.
Pille vergessen! Was kann ich tun?
Sollte die Pille einmal zum fixen Einnahmezeitpunkt vergessen worden sein, muss die Einnahme innerhalb der nächsten 12 Stunden nachgeholt werden. Andernfalls verhütet die Pille nicht mehr sicher. Die nachfolgenden Pillendragees werden wie gewohnt bis zum Monatsende weiter eingenommen, um den neuen Einnahmezyklus mit der nächsten Packung beginnen zu können. Es sollte aber zusätzlich mit einer Barrieremethode (z.B. Kondom) verhütet werden.
Unterschiedliche Formen des „Vergessens“ sind denkbar. Fand der Einnahmefehler in der ersten Einnahmewoche statt (1-7 Pillendragee) sollte zusätzlich mit Kondom verhütet werden. Wenn es kurz vor dem Einnahmefehler innerhalb der ersten Einnahmewoche auch zu Geschlechtsverkehr gekommen ist, kann es sinnvoll und eventuell notwendig sein, die „Pille danach“ anzuwenden, um eine ungewollte Schwangerschaft sicher auszuschließen. Siehe dazu auch Körperfrage 4.8 Lebensdauer der Spermien.
Kann man(n) mit dem „Koitus Interruptus“ sicher verhüten?
NEIN! Der unterbrochene Geschlechtsverkehr, bei dem der Mann seinen Penis vor dem Samenerguss (also kurz vor dem Orgasmus) aus der Scheide zieht, ist keine sichere Verhütungsmethode. Denn schon vor dem Samenerguss kommt Sperma aus dem Penis, der so genannte „Lusttropfen“. Eine Befruchtung der Eizelle ist möglich.
Wie genau wird ein Diaphragma angewandt?
Das Diaphragma ist in verschiedenen Größen erhältlich und wird vom Arzt für jede Frau individuell angepasst. Als Barrieremethode sitz der biegsame Gummiring vor dem Muttermund und verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen können. Zusätzlich wird er mit einem Spermien abtötenden Gel bestrichen und frühestens 1 – 2 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und erst 8 Stunden später wieder entfernt.
Was mache ich, wenn das Kondom beim Geschlechtsverkehr reißt?
Wenn ihr nicht wisst, ob möglicherweise ein Eisprung stattgefunden hat, ist dies ein klassischer Fall für die „Pille danach“. Es sollte schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden oder am Wochenende eine gynäkologische Abteilung in einem Krankenhaus, da die „Pille danach“ verschreibungspflichtig ist.
Ist ein Kondom für die Verhütung ausreichend?
Bei einer richtigen Anwendung ist die Verhütung mit einem Kondom sicher. Es ist wichtig darauf zu achten, dass das Kondom mit der richtigen Seite aufgesetzt wird. Bei einer falschen Verwendung darf auf keinen Fall die Seite gedreht und das Kondom ein zweites Mal benutzt werden, weil sich sonst evtl. Spermien an der Außenseite befinden. Beim Herausziehen des Penis aus der Scheide darauf achten, dass das Kondom festgehalten wird, damit kein Sperma aus dem Kondom „flüchten“ kann.
Worauf sollte ich beim Kondomkauf achten?
Kondome sind Medizinprodukte und unterliegen hohen Qualitätsanforderungen bei Herstellung und Vertrieb. Achte darauf, dass die Kondome vakuumverpackt und mit dem europäischen Gütesiegel (CE Norm) ausgestattet sind. Auch das Haltbarkeitsdatum darf nicht fehlen und sollte noch nicht abgelaufen sein. Es ist besonders wichtig, dass die passende Kondomgröße für den eigenen Penis gefunden wird. Denn nur dadurch kann man sicher sein, dass das Kondom luftdicht und fest sitzt. Und das geht nur durch ausprobieren!! Die Standardgröße liegt bei 180mm Länge und 52 mm in der Breite. Es existieren verschiedene Ausführungen, die sich in Länge und Kürze, Breite und Enge unterscheiden. Speziell für Jugendliche sind auf dem Markt Kondome mit einem etwas kleineren Durchmesser erhältlich, da sich der Penis bis zum Ende der Pubertät noch im Wachstum befindet.
Wo kann ich Kondome bekommen ohne in einer Apotheke..
oder Drogerie fragen zu müssen?
Es gibt noch die Möglichkeit, Kondomautomaten zu nutzen, die in Tankstellen, Gaststätten, Möbelhäusern oder ähnlichen Orten aufgestellt sind. Hier gilt es besonders auf die Prüfkriterien zu achten. Im Internet findest du zum Teil günstigere Angebote, weil die Kondome in größeren Packungen abgegeben werden. Nachfolgend einige bekannte Adressen von Internetversand - Anbietern:
www.vinico.de
www.netcondom.de
www.condomi.com
www.shop-kessel.de
www.kondom-versand.de
Welches sind die am häufigsten verwendeten Verhütungsmittel?
Die Pille und das Kondom liegen bei der Nutzung von Verhütungsmitteln nach repräsentativen Umfragen ganz weit vorne. Mit großem Abstand folgen dann die Sterilisation bei Frauen und Männern. Als neueres hormonelles Verhütungsmittel für Frauen findet mittlerweile auch der Vaginalring an fünfter Stelle liegend Beachtung. Dieser wird wie ein Tampon tief in die Scheide eingeführt und bleibt dort 3 Wochen lang. Dann zieht man ihn wieder heraus und legt eine Woche Pause ein, in der die Monatsblutung kommt. Nach Ablauf dieser Woche wird ein neuer Ring eingeführt.
Sexuell übertragbare Krankheiten (STD) / AIDS
Wie kann ich mich mit AIDS infizieren?
Das HI-Virus (Humanes Immundefekt Virus), welches die Immunschwächekrankheit AIDS auslöst, befindet sich vor allem in Blut und in der Samen- oder Scheidenflüssigkeit eines infizierten Menschen. Wenn diese virushaltigen Flüssigkeiten in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen, kann dieser infiziert werden. Das Virus befällt die Zellen des Immunsystems, vermehrt sich in ihnen und zerstört sie schließlich. Übertragungswege sind der Vaginal- und Analverkehr. Auch oral kann der HI-Virus übertragen werden, wenn Samenflüssigkeit in den Mundraum gelangt. Auch das gemeinsame Spritzbesteck von Drogenkonsumenten birgt ein hohes Übertragungsrisiko. Ein Schutz vor HIV ist nur durch Benutzung von Kondomen möglich.
Die Krankheit verläuft immer noch tödlich.
Wie lange nach der Infektion bringt der Test ein sicheres Ergebnis?
Nach einer Infektion werden nach einigen Wochen Antikörper im Blut gebildet. Etwa drei Monate später zeigt der Test mit hoher Sicherheit, ob HIV-Antikörper im Blut gebildet wurden ("positiv") oder nicht ("negativ"). Positiv bedeutet, dass sich der Mensch mit dem HI-Virus infiziert hat..
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der umgangssprachlich bekannte „AIDS-Test“ nicht die AIDS-Erkrankung untersucht, sondern ob sich HIV-Erreger im Blutbild der Testperson finden lassen, also ob tatsächlich eine Infektion mit dem HIV-Erreger stattgefunden hat oder nicht. Deshalb spricht man auch in der Fachsprache vom HIV-Antikörper-Test. Mit hoher Sicherheit kann drei Monate nach Testdurchführung gesagt werden, ob HIV-Antikörper im Blut gebildet wurden („positiv“) oder nicht („negativ“). Diese Aussage bezieht sich auf den letztmöglichen Infektionszeitpunkt vor der HIV-Testung. Positiv bedeutet, dass sich der Mensch mit dem HI-Virus infiziert hat.
Folgendes kann der HIV-Test nicht aussagen:
Der Test kann keine Aussage über eine Infektion in den letzten Wochen machen. Für sich gesehen bietet er auch keinen Schutz gegen eine zukünftige Infektion. Außerdem liefert der Test auch keine Aussage über die Zukunft, ob und wann AIDS ausbricht, sofern man sich infiziert hat.
Wann besteht Ansteckungsgefahr und wie schütze ich mich davor?
Jeder Mensch hat das Recht seine eigene Form der Sexualität entdecken zu können, ohne Angst vor unerwünschten Folgen. Das erfordert einen verantwortungsvollen Umgang mit sich und seinem Körper. Wenn man häufiger Sex mit wechselnden Geschlechtspartnern hat, besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Ausreichenden Schutz für sich selbst und seinen Partner gewährleistet nur die Verhütung mit Kondomen und die Anwendung von SAFER SEX. Das bedeutet bei der Ausübung sexueller Praktiken (Vaginal-, Oral-, Analsex) auf den Austausch von Körperflüssigkeiten zu verzichten oder dies nur unter Anwendung eines Kondoms zu praktizieren. Auch eine ausreichende Körper- und Kleiderhygiene kann präventiv wirken.
Welche Geschlechtskrankheiten sind momentan aktuell?
Sexuell übertragbare Krankheiten sind übertragbare Infektionskrankheiten wie andere auch. Viele sind heilbar, AIDS bislang noch nicht. Syphilis, Chlamydien und Gonorrhöe (Tripper) sind Krankheiten, die durch Bakterien verursacht werden. Hepatitis A, B und C werden durch Viren hervorgerufen und greifen die Leber an. Herpes Genitalis, Trichomonaden (Scheidenentzündung) und Genitale Viruswarzen treten häufiger auf. Aktuell verbreitet sind Chlamydien-Infektionen, Pilzerkrankungen und auch HIV Erkrankungen haben wieder zugenommen. Bis auf den HI-Virus lassen sich alle Erkrankungen gut behandeln, wenn sie rechtzeitig wahrgenommen werden.
Was kann ich bei einer Ansteckung tun?
Frauen wenden sich an eine Frauenärztin/Frauenarzt, Männer an einen Hautarzt oder Urologen. Achtet auf kleine Warnsignale wie Juckreiz und Hautveränderungen, Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Genitalbereich, auffälligen Ausfluss in unterschiedlicher Form und Farbe. Eine frühzeitige Behandlung bietet die größten Heilungschancen. Infektionen, die sexuell übertragen werden, kommen häufiger vor und sind für die behandelnden Ärzte nichts Ungewöhnliches.


